Seit einigen Jahren sind wir mit Fällen von sexuellen Übergriffen, Missbrauch und Grenzverletzungen, auch ganz besonders in den Räumen der katholischen Kirche, konfrontiert. Viel zu lange wurde der Umgang mit dieser Thematik vertuscht. Opfer wurden nicht gehört, geschweige denn ernstgenommen. Verdächtige und potentielle Täter oftmals geschützt.
Das hat sich inzwischen geändert. Angefangen bei Papst Franziskus über die Deutsche Bischofskonferenz bis hin zu unserer Erzdiözese Freiburg ist nun klar: Die katholische Kirche muss handeln, um sexuelle Übergriffe in ihrem Raum zu verhindern!
In Zukunft gilt es, präventiv, also vorbeugend zu arbeiten, damit wir nicht erst nach einer erfolgten Tat handeln müssen. In der katholischen Kirche muss es eine dauerhafte Verpflichtung sein, dass Menschen einen wertschätzenden Umgang erfahren und vor Übergriffen geschützt werden.
Die Begegnungen in unserer Kirchengemeinde und der Umgang untereinander laufen seit Jahren und Jahrzehnten auf eine gute Weise, ohne dass wir sie hinterfragt haben oder uns Gedanken darüber machen mussten.
Trotzdem sind alle Kirchengemeinden verpflichtet, ein institutionelles Schutzkonzept zu entwickeln.
Wir wollen die von der katholischen Kirche angestoßenen Prozesse aufgreifen und Sensibilisierung für diese Thematik schaffen. Wir müssen bestmöglichen Schutz der uns anvertrauten Menschen gewährleisten.
Zielgruppen unserer Präventionsarbeit sind die Schutzbefohlenen unserer Kirchengemeinde,d.h.:
Kinder und Jugendliche
Menschen mit besonderem Hilfebedarf
Die Kirchengemeinde Biet hat ein Präventionsteam gebildet (Frau Silke Nofer-Steigert, Frau Nicola Stotz, Frau Barbara Pecher, Herr Rügen Leicht).
Dieses Team erfasst die Zielgruppen unserer Kirchengemeinde und erstellt eine Risikoanalyse, um für
die Kath. Kirchengemeinde Biet ein institutionelles Schutzkonzept zu erarbeiten. Wir sind für das, was in den Räumen und bei Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde geschieht, verantwortlich.
Wir müssen darauf bestehen, dass alle, die in unserer Kirchengemeinde mitarbeiten, unsere
Grundhaltungen mittragen.
Auf Mitarbeit angewiesen
Für die Entwicklung dieses Schutzkonzeptes sind wir auf die Mitarbeit und Unterstützung der einzelnen Gruppierungen innerhalb unserer Seelsorgeeinheit angewiesen. Diese werden in den nächsten Tagen angeschrieben und um Beurteilung ihres Aufgabengebietes gebeten. Diese Angaben brauchen wir, denn
dieses Schutzkonzept soll sicherstellen, dass
sich alle Menschen in unserer Kirchengemeinde als Gottes Ebenbild erfahren dürfen,
alle Menschen unsere Kirchengemeinde als sicheren Ort erleben und
allen Menschen in unserer Kirchengemeinde mit Achtung und Wertschätzung begegnet wird.